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Unnuetzes Wissen Ghana

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Ein durchschnittlicher Ghanaer kann genau 2 Saetze Deutsch, “Alles klaaar?? Du sprechen Dutsch?”

In Ghana gibt es ungefaehr 99999999999 Roundabouts.

Im Durchschnitt sind 7 von 10 Autos Taxis, 2 TroTros und ein Privates Auto.

Die Lautstaerke, in der Ghaner miteinander reden, koennte man auch in Deutschland hoeren… ohne Telefon.

Man ist schneller, die 100 Kilometer Stau in Accra zu kriechen, als im Auto zu sitzen.

Bei einer Bestellung im Restaurant hat man eine 40 % Chance, auch wirklich das zu bekommen, was man wollte.

In Ghana kann man sein Prepaidhandy mit 25 Cent aufladen.

Wenn man Fotos auf dem Markt von einem Schweinekopf macht, geht das natuerlich gaaar nicht, wenn man im Bikini am See liegt ist das aber ganz normal, wenn sich jemand vor dich stellt, um dich zu filmen.

Wenn das Postoffice in Ghana dein Paeckchen verliert, bekommt man den schlauen Tipp, einfach jedes einzelne Postoffice in Ghana abzufahren.

Es gibt Stromausfaelle aufm Spielfeld im Fusballstadion, dafuer aber nicht in der VIP Lounge.

Die allernervigsten Kinder laufen hinter dir her und singen “ I like you, you like me, we are friends like friends should be”

Die Standardbegruessung fremder kleiner Kinder klingt so: “ Oooobruni , Oooobruni how are you? I’m fine, I’m fine, I’m fine thank you!” Die Antwort wird dabei natuerlich auch singend von den Kindern vorgetragen!

An Muttertag gibt es genau ein Lied, das 24 Stunden gespielt wird : http://www.youtube.com/watch?v=3mecNrIaWOA

Milo ( gemisch aus Kakaopulver, Milchpulver und Zucker (99%) ) wird nochmal mit mindestens 3 Tueten Zucker gesuesst.

Das oben genannte Getraenk wird dann ganz gesund Tee genannt.

Prozentsatz weswegen du von einem Polizisten angehalten wirst, weil er deinen Fuehrerschein sehen moechte: 0% Wenn er ein Weihnachtsgeschenk moechte: 80% Die restlichen 20 % schlafen oder machen gerade Mittag

9 von 10 Ghanaer denken, Deutsche moegen keine Schwarzen

Die Durchschnittslaenge eines Fingernagels betraegt 5 cm. Ausser am Zeigefinger, mit dem wird getippt.

99% der Ghanaer wollen deine Handynummer

Toilettenpapier, Babyfeuchttuecher und Desinfektionsmittel gehoeren in jede Tasche!

Sollte man oben genanntes nicht dabei haben, bekommt man ne Quittung zum Abwischen.

Auf oeffentlichen Toiletten muss man schon am Eingang sagen, ob man gross oder klein muss. Beim letzten wird man naemlich in die Dusche geschickt.

Ich wurde schon einmal ganz ernst gefragt, ob ich aus China komme.

Sollte man in einem oeffentlichen Taxi mit Essen sitzen, wird man so lange angestarrt, bis man jeden einzelnen Eingeladen hat.

In einem Taxi gibt es genau eine Fensterkurbel. Die befindet sich vorne im Handschuhfach und wird auf Nachfrage einmal rumgereicht.

Ein Rock kuerzer als bis zum Knie geht natuerlich nicht. Babys im TroTro vor 20 Fremden zu fuettern und dann 30 Minuten zu vergessen, sich wieder zu bedecken, ist kein Problem.

In Ghana gibt es Stamperl aus Tueten fuer 5 Cent.

Die Buehne des ehemalig Amtierenden Praesidenten ist bei einer Ansprache zusammen gebrochen. http://www.youtube.com/watch?v=jGRpUDqdCno

Ich darf meinen Apfel nicht auf der Strasse abwaschen, weil ich damit alles dreckig mache.

Silvester wird in Ghana in der Kirche gefeiert, erst wird bis 12 gebetet, dann wird weitergebetet.

Silvesterraketen sind illegal in Ghana und kosten deswegen bis 400 Euro/ 3- 10 Stueck

Ein Ghanaer isst im Durchschnitt 1 Kilo Reis pro Mahlzeit.

Kakerlaken zwicken.

Im Krankenhaus wird alles als Malaria Diagnostiziert. Ohne Test und selbst, wenn man sich nur in den Finger geschnitten hat.

Malaria ist beim zweiten mal gar nicht mehr schlimm.

In Ghana kommt man definitiv nicht mit 150 Euro im Monat aus. Ausser man isst alles von der Strasse, bekommt ne schoene Lebensmittelvergiftung und kann ein paar Tage gar nichts mehr machen.

Zum Geburtstag wird einem in Ghana ein Eimer Wasser ueber den Kopf geschuettet.

Kinder im Waisenhaus duerfen bei 20 Grad nicht das Haus verlassen, weil es zu kalt ist.

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Childrens Home Kumasi

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Lange ists her, dass ich mich gemeldet habe. Seit einem Monat arbeite ich jetzt schon im Waisenhaus und ich bin wahnsinnig glücklich darüber, wieder in Ghana zu sein!

Die Zeit in Deutschland war unbeschreiblich, endlich wieder Familie und Freunde um einen haben und genau das fehlt mir hier schon.

Die Arbeit im Childrens Home Kumasi ist jeden Tag eine neue Herausforderung. Das Waisenhaus besteht aus 3 grossen Häusern, 2 Für die Jungs und ein Mädchenhaus. Generell sind mehr Jungs im Waisenhaus, mehr Mädchen werden adoptiert und mehr Jungs abgegeben. Zur Zeit leben um die 100 Kinder im Children’s Home. In meinem letzten Monat sind 2 neue dazu gekommen, Samira, 9 Jahre alt und ein kleines Baby, 6 Wochen alt. Name und Herkunft weiss keiner. Ausserdem gibt es 2 weitere Hauser für die „Mamas“ und deren eigene Familien. Auf dem Gelände wurde vor ein Paar Jahren ein Kindergarten gebaut, sehr klein und baufällig von aussen, wenn man die Klassenzimmer von innen sieht bin ich aber begeistert!  Die kleinste Kindergartengruppe (3-4 Jahre) besteht aus ungefähr 10 Kindern und der ganze Raum besteht aus Spiel und Lernsachen. Die Kinder lernen von Anfang an Englisch, Twi wird nur sehr selten gesprochen. Jede andere Klasse hat zwischen 10 und 20 Kindern, und die KG 2 Kinder können fast perfekt Englisch lesen, verstehen und schreiben (und das mit 7 Jahren) . Hauptsächlich sind nur Waisenkinder in der Schule, jedoch wurde vor nicht allzu langer Zeit aus dem Umkreis die ärmsten Familien ausgesucht, deren Kinder davor wegen Geldmangel nicht in die Schule gehen konnten! Diesen Familien wurde angeboten, ihre Kinder für einen Unkostenbeitrag von 30 Cedi für Essen (nicht mal 15 Euro) im Monat, in die Schule zu schicken! Die Lehrer sind engagiert und lieb zu allen Kindern, es wird niemand geschlagen (Leider muss ich mich verbessern, heute habe ich zum ersten mal einen kleinen 8 jährigen Jungen gesehen, der sich vor eine Säule stellen musste und vor allen Schülern mit dem Stock verprügelt wurde. Anscheinend hat er eine Schlägerei angefangen). Jeden Mittwoch haben die Kinder in der früh in der Schule Kirche und manchmal fällt der Vormittagsunterricht aus. Alle Lehrer gehen dann mit den Kindern auf den Spielplatz mit Rutschen, Klettergerüst und Schaukeln oder auf dem Fussballfeld wird für das nächste Spiel gegen eine andere Schule vorbereitet! Spiele wie Sackhüpfen, Eierlauf und Belohnungen mit Obst und Keksen werden hier auch von den Lehrern unterstützt!

Mein Tag beginnt immer zwischen 7.30 und 8.00 Uhr an, die Kinder werden gewickelt, angezogen und zur Schule gebracht, die Babys werden gefüttert . Dabei gibt es aber oft ein Paar Missverständnisse , wer wann gefüttert oder gewaschen wird, weshalb wir öfters mal untätig rumlaufen. Dann Unterrichte ich Englisch, für die Größten im Kindergarten, klappt sehr gut und bald geht’s als Belohnung an den Pool! Anschliessend nehmen wir die vielen Behinderten Kinder in das unvollständige Haus, setzen uns um den Tisch und malen, spielen, reden oder Essen Kekse! Die Babys werden auch immer mit rausgenommen, oft habe ich das Gefühl, wenn wir Volunteers nicht da wären, würden vor allem die Babys und special Kids nie aus dem Haus kommen. Die meisten „Mütter“ kümmern sich eher um ihre eigenen Kinder oder liegen auf den Betten. Nachmittags wurde ich auch schon öfters angemotzt, dass ich die Babys zu viel rumtrage und wenn ich sie absetze zum schlafen und nach Hause gehen, sie anfangen zu weinen. Heute hat sogar die älteste „Mama“ eingesehen, dass mein Lieblingsbaby Ali mich lieber hat als sie. Das sollte für die eigentlich mal ein Zeichen sein, sich mehr um die kleinen zu kümmern.

Auch die Hygiene ist ein Punkt, der mich manchmal sehr stört. So gerne wir alle mit den Behinderten Kindern rausgehen zum spielen, wenn sie nicht gewaschen werden, nur dreckige Klamotten tragen, oder ihnen die Hosen runterrutschen (Unterhosen trägt hier keiner…) fällt es uns manchmal sehr schwer, sie bei der Hand zu nehmen und ihnen beim laufen zu Helfen. Generell wird sich um die Behinderten überhaupt nicht gekümmert, sie gehen nicht zur Schule, Spielsachen oder sonstige Unterhaltungsmöglichkeiten gibt es im Waisenhaus leider nicht (ausser einen Fernseher, vor dem meistens die Mütter sitzen). Und alle Möglichen kleinen Spenden und Geschenke wie Spielsachen oder Kuscheltiere verschwinden seltsamerweise am ersten Tag, wobei ich denke dass die Mütter das für ihre eigenen Kinder einstecken. Letztes mal hatte ein kleiner Junge mit Epilepsie einen Anfall, als wir draussen mit ihm spielen waren, wir konnten um Hilfe rufen so viel wir wollten, keiner ist gekommen. Für eine Woche hat er hauptsächlich geschlafen, nicht gesprochen und war sehr anhänglich. Medikamente bekommt er, jedoch nur ein mal am Tag in der früh und ob es die richtigen sind, weiss keiner so genau. Dann gibt es noch Paul, der einen grossen Tumor im Gesicht hat der leider inoperabel ist. Was er genau hat, weiss auch keiner, egal wen man fragt. Vielleicht interessiert es sie auch nicht! Trotzdem ist er immer fröhlich und gut gelaunt (wenn er nicht gerade nen schlechten Tag hat und mit Steinen um sich schmeisst) und versucht sich immer in den Mittelpunkt zu drängen 🙂 Welche Krankheiten die anderen Kinder in meinem Haus haben, kann ich leider nicht sagen aber eins ist klar, dass hier noch viele Sachen benoetigt werden. 2 eigentlich schon Erwachsene robben immer auf dem Boden herum und brauchen dringen einen Rollstuhl, Kleidung und vor allem Hosen und Leggins, die nicht mehr rutschen oder Kaputt sind, damit sie sich wenigstens frei bewegen können. Spiele, Gymnastikbälle oder einfach nur Luftballons verändern hier einiges! Das Problem mit den Spenden ist aber, dass hier zwar täglich Spenden ankommen, ich aber nicht weiss, wer sie dann an wen verteilt.

Allgemein muss ich aber sagen, dass sich vor allem die Kindergartenlehrer rührend um die Kinder kümmern, leider haben die nicht viel mit dem Waisenhaus zu tun. Und trotzdem ist in meinem Haus eine sehr nette „Mama“ die sich auch dafür interessiert, was wir mit den Kindern machen.In den anderen Häusern muss ich leider sagen, dass die „Mütter“ so schrecklich sind, dass wir meistens vermeiden sie anzutreffen, entweder die Kinder mit rausnehmen zum spielen oder sie in der Schule unterrichten.

Zum Schluss noch was zum Nachdenken für euch alle. Da wie ihr alle wisst bald Weihnachten vor der Tür steht, planen ein Paar Freunde und ich einen kleinen Ueberraschungsbesuch im Waisenhaus. Und wie ihr euch wohl denken könnt, wird Weihnachten hier nicht so gefeiert wie zu Haue, die Kinder gehen zur Kirche und dann wieder nach Hause. Dieses Wochenende werden unsere Santa Claus Kleider in Auftrag gegeben und wir wollen versuchen, den Kindern ein glückliches Weihnachten zu bescheren. Die Geschenke können unterschiedlich sein, von Luftballons, Kuscheltiere, Spiele, Radios, Bücher, Stifte über Laufräder, Rollstühle … Denkt darüber nach, so klein die Spende auch ist, wir werden was tolles für die Kinder aussuchen. Kontodaten werde ich im nächsten Bericht veröffentlichen, sobald alles sicher ist.

Damit verabschiede ich mich schon wieder, ihr fehlt mir.

Ganz ganz liebe Grüße ins kalte München, für mich geht’s bald wieder an Strand!

Die letzten Tage

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Die letzten 9 Tage sind gekommen, Anfangs wurde die Tage gezählt und gehofft, dass ich bald wieder zurück bin, gerade vergeht die Zeit so schnell..

Dass die Entscheidung, für 6 Monate nach Ghana zu gehen wohl eine der Besten war, kann ich definitiv behaupten. Auch wenn die Anfangstage im Kindergarten hart waren. Da einem nie wirklich eine Arbeit zugeteilt wurde, obwohl es genügend zu tun gibt, muss man sich die Arbeit selber suchen. Die Kinder verstehen einen nicht und da man sie nicht schlagen möchte hören sie einem auch nicht wirklich zu. Doch mit der Zeit ist es zum Alltag geworden, ich wusste meine Aufgaben (morgens helfen beim Essen kochen, verteilen und abwaschen, auf Kinder aufpassen, an Wände malen, Spielen, Mathe, Kunst und Schreiben Unterrichten, Mittags Essen verteilen und Abwaschen und alles was sonst noch so anfiel) und die Lehrer und vor allem Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen, weswegen mir der Abschied wirklich sehr schwer fiel. Aber dass wir nicht vergessen werden, dafür haben Matthias und ich schon gesorgt mit unseren Handabdrücken auf der Wand. Und wenn ein Paar veränderte Sachen so beibehalten werden, bin ich schon sehr glücklich! Die Essensvergabe läuft endlich geordnet und die Kinder haben jeder ihren eigenen Sitzplatz wo sie in Ruhe essen können. Das Spielzimmer ist überfüllt mit Spielsachen und die Wände sind bunt. Im Pausenhof haben sie neben dem Karussell jetzt auch noch eine Rutsche, auf Autoreifen hüpfen sie rum und vom nächsten Geld wird noch eine Schaukel gekauft! Außerdem wird nicht mehr in den Pausenhof (oder in den Blumentopf in der Klasse) gepinkelt sondern dafür wird brav aufs Klo gegangen. Leider gilt die Regel „Yellow let it swallow, Brown flush it down“, dementsprechend riechts auch bisschen.

Dass der Unterricht in der Schule vorbei ist erleichtert mich sehr, 50 Schüler die meistens auch noch älter sind, sind auf Dauer leider nur schwer zu ertragen.

Eine schöne Nachricht gibt es auch noch. Kumasi fängt jetzt doch tatsächlich an, sich um die Umwelt zu Sorgen und ich kann Stolz behaupten schon mehrere Mülleimer gesehen zu haben! Trotzdem türmen sich die Müllberge noch in den Abwasserrohren, von Wassersachets über Orangenschalen bis hin zu Schuhen. Vor allem in der Regenzeit gab es deswegen öfter überflutete Straßen da das Wasser nicht mehr ablaufen konnte. Ich wurde auch öfters dumm angeschaut als ich gefragt habe, ob sie hier denn Müll trennen. Und da ich meine Reste nicht so einfach aus dem Auto auf die Straße schmeißen wollte, hab ich‘s immer brav mit nach Hause getragen, in Tüten gesammelt um es dann letztendlich auf den Schuleigenen Müllberg zu schmeißen, der in regelmäßigen Abständen angezündet wird..

Eine unschöne Erfahrung habe ich letztens auch noch gemacht. Ich dachte es sei nur ein Gerücht, dass Diebe, falls sie von der Bevölkerung geschnappt werden, umgebracht werden. Letztens lag jedoch nur ein Paar Meter von meinem Haus entfernt  über 13 Stunden eine Männerleiche an der Hauptstraße. Es wurden Fotos gemacht und keiner hat sich um ihn gekümmert mit der Begründung, sie haben ihn umgebracht weil er in ein Haus eingebrochen ist und die Polizei nichts gegen ihn gemacht hätte. Dass die Polizei korrupt ist, ist aber allgemein klar. Jeder Taxifahrer hat in seinem Geldbeutel neben dem Führerschein einen Cedi und auch mit Freunden bin ich in mehrere Polizeikontrollen (ohne Grund) gekommen, wo wir dann unserem lieben Polizisten „Heeeeyyy my friend“ 20 Cedi zugesteckt haben..

Dass ich in dem letzten halben Jahr nicht zugenommen habe (denke ich zumindest) wundert mich sehr! Obwohl meine Gewichtsschwankungen hier von „Madame Lisa, Madame Lisa, stomach BABY!!!!“ bis hin zu „Oh Madame Lisa, sooooooorry no food…“ gingen. Auf die Frage an unsere Schulköchin, warum es denn täglich Reis gibt bekam ich die Antwort, dass das doch gar nicht stimmt! Wir servieren plain rice, fried rice, jollof rice, rice balls und rice mit stew (Bohnen, okro…), außerdem Kenkey oder Bohnen. Aha.. stimmt so ein rice ball besteht ja auch nicht aus Reis. Ob sich mein Magen so schnell wieder an Milchprodukte nach 6 Monaten Entzug gewöhnt bezweifle ich, aber das ist mir egal! Auf jeden Fall wird auch in München ghanaisch gekocht und jeder ist sehr gerne zum Fufu probieren oder mein Lieblingsessen Bohnen mit Gari und palm oil essen eingeladen!
Auch die große Auswahl an Snacks und Obst zwischendurch wird mir fehlen, man hat sich schon so daran gewöhnt aus dem Auto einzukaufen und meine tägliche halbe Wassermelone, Mango, Ananas und Papaya wird in Deutschland nicht gleich schmecken!

Warnen möchte ich euch auch gleich alle noch, ich möchte bitte keinen Kommentar zu meiner Hautfarbe hören. Ja ich weiß ich war 6 Monate in Afrika, ich habe geschwitzt wie noch nie und gelernt, mir mit 3 Wassersachets (jeweils 0,5 Liter) die Haare zu waschen, aber  ich habe versucht die Sonne zu meiden und außerdem ist gerade Regenzeit 😦

Bedanke möchte ich mich noch bei allen, die meine verzweifelten sms, Anrufe oder sonstige Nachrichten ausgehalten haben und mich wieder aufgebaut haben 🙂
Danke auch an mein Moskitonetz, dass mich vor allen möglichen Tierchen beschützt hat, egal ob kleine oder große Gekkos, Spinnen, Kakerlaken, Ameisen und sonstigen Insekten. Bei den Moskitos hast du leider versagt aber ok, 2 Mal Malaria war auch ne Erfahrung wert. Jetzt weiß ich zumindest wie es sich anfühlt zu sterben.
Zum Schluss noch ein ganz großes Dankeschön an den Deutsch Ghanaischen Freundschaftskreis, dass ihr mir diese Erfahrung ermöglicht habt!

Und natürlich an meine Familie und Freunde, ihr seid wirklich die Besten und ich freu mich schon so sehr auf euch ❤

So das war‘s jetzt wirklich von mir, den nächsten Bericht gibt’s wieder in Deutschland, meine letzten Tage verbringe ich am Strand mit Freiluftdusche, im Kakum national Park und in Kumasi. Ich werde es genießen, Kellnerinnen alles 10 mal zu erklären mit dem Resultat, dass sie es immer noch nicht verstanden haben und man mit einem freundlichen SIT DOWN!!!!!!!!!!!! von der Theke gescheucht wird. Nach Toiletten frage ich erst gar nicht, ich suche mir irgendeine Ecke und hoffe, dass ich nicht wieder Besuch von nem Schwein  bekomme. Als nicht-Vegetarierin werde ich mir danach einen schönen Fleischspieß von der Straße holen und hoffe, dass ich nicht gerade die Mama von den kleinen Ziegenbaby daneben esse. Mein iPod bleibt absichtlich zu Hause, im Taxi werden jetzt wieder brav die 5 selben Azonto Lieder gehört und um zu beweisen, dass ich wenigstens ein bisschen ghanaisch tanzen kann, wackel ich mit dem Fuß. Jeder fremde Mensch ist dann plötzlich mein Freund und möchte ein Teil meines Lebens werden. Nach einer freundlichen Diskussion mit dem Ergebnis, dass ich nicht meine Nummer, die meiner Mutter, Freundin, Schwester oder sonstigen Verwandten hergeben werde, obwohl er schon unsere Sprache lernt „ Hallo alles klaaaaar wie geht dir ich Deutschland aber keine Papiere Polizei hart“ verabschiede ich mich von Ghana und freue mich sehr auf München, Familie, Freunde, Umarmungen und Essen!!! (Und ganz ehrlich gesagt, auch auf eine Waschmaschine) Ghana du fehlst mir trotzdem jetzt schon,  wir sehen uns in einem Monat!

Ganz Liebe Grüße und bis Sonntag ❤

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Tag 115

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Tag 115

Samstag 16.6.2012, 7.50 Uhr: Hannah und ich sitzen auf der Ladefläche eines Jeeps, wir sind auf dem Weg ins children’s village von Kumasi. Ich mit der Einstellung „endlich wieder kleine Kinder zum spielen“, Hannah „joa, schau ich mir schon mal an und dann fahren wir wieder“. Wie es dazu gekommen ist, dass wir uns eine Stunde später schwitzend, mit nem blutenden Zeh und nem Kackeeimer neben uns auf ner Farm im nirgendwo befinden, werdet ihr gleich erfahren..

Aber jetzt erstmal von Anfang an, der letzte Eintrag ist schon wieder länger her, aber ich versuche das die nächsten Monate zu ändern!

Also was ist die letzten Wochen so passiert, die Arbeit hat wieder richtig angefangen und mit richtig meine ich, dass Matthias und ich eher die Deppen für alles sind. Aber ok, macht man ja gerne wenn die Kinder glücklich sind! Die Lehrer verlassen sich darauf dass ich jeden Tag im Kindergarten stehe und so kommt es dazu, dass wir anstatt zu siebt nur zu dritt sind, und das für 100 Kinder mit Essen kochen und verteilen. Dass die Stimmung zwischen den Lehrerinnen deswegen zur Zeit etwas schlecht ist, ist zwar verständlich aber ich hoffe, dass sich das schnell wieder ändert! Auch Entschuldigungen wie „ich habe einen Pickel hinter dem Ohr und der tut mir beim sprechen weh, deswegen musst du heute Unterrichten!“ gab es letzte Woche. Aber gut, man nimmts mit Humor und versucht sich mit seinem kakra kakra (small small) Twi bei den Kindern Respekt zu verschaffen. Hört sich jetzt vielleicht aber schlimmer an als es ist, ich bin immernoch sehr glücklich mit der Arbeit und vor allem den Kindern, ich hätte es glaube ich nicht besser treffen können! (Kompliment an den Deutsch Ghanaischen Freundschaftskreis, im Vergleich zu anderen Kindergärten können sich hier alle wirklich glücklich schätzen!)

Fließend Wasser haben wir auch endlich, jetzt müssen wir den Kleinen nur noch zeigen wie man so ein Klo benutzt…

Nächstes Wochenende heiratet Madame Esther und natürlich sind wir „invited“, Fotos kommen also im nächsten Artikel in unseren ghanaischen Kleidern!

Unterrichten in der Schule macht auf der einen Seite wirklich Spaß, ist aber auch sehr anstrengend. Aber ich glaube sie haben dazugelernt, morgen schreiben wir erstmal nen Test weil sie die letzten 2 Stunden nicht ernst genommen haben! Die letzten 5-10 Minuten dürfen die Schüler immer bestimmen was wir machen, letztens wollten sie die Übersetzung von „I love you“ und „Kiss me“. Ein paar Tage später bekommt also Matthias eine sehr liebe sms von einer meiner Schülerinnen, ich frage mich was sie geschrieben hätte wenn ich ALLES übersetzt hätte was sie wissen wollte…

Ausflüge mit Kindern haben wir auch schon gemacht, erst mit Barbara (du fehlst hier übrigens sehr) und 2 kleinen Jungs aus ihrem Projekt an den See und Sonntag mit Jessica aus meinem Kindergarten in den Zirkus! Und es freut einen natürlich sehr sie so glücklich zu sehen, liegt aber vielleicht auch an den ganzen Keksen, Schokolade und Eis mit denen wir sie immer vollgestopft haben, man kann aber auch nicht nein sagen! Gestern Nachmittag stand dafür die kleine Jessica wieder vor meiner Tür mit einer Nachricht von ihrer Mama, dass sie sie am Abend wieder abholt also werde ich jetzt wohl auch noch zum Babysitter!

Eine letzte Sache noch dann kommt endlich die Kackegeschichte, Verständigungsprobleme sind hier auch nicht selten, das liegt aber eher am ghanaischen Englisch! „If you are angry we have chicken on the menu“, allgemeine Verwirrung, wieso sollte ich ein Hühnchen essen wenn ich wütend bin? Kurz darauf stellt sich heraus er meint hungry.

 Jetzt sind wir schon fast beim Schluss, letzten Samstag morgen sind wir also auf dem Weg ins childrens village mit der ghanaischen Organisation von LosZuGhana, vielleicht hätten wir uns doch davor informieren sollen, was uns erwartet. Nach 1 Stunde fahrt auf der Ladefläche ist mein weisser Rock braun vom Staub und mir fällt ein, dass ich vergessen habe mich einzucremen. Aber egal, wir spielen ja gleich. Endlich angekommen sind aber weit und breit keine Kinder zu sehen, dafür Hühner, Schafe, Katzen, Hasen, Fischteiche, unfertige Häuser und viele viele Pflanzen. Kurz darauf erfahren wir, dass hier nächstes Jahr ein Waisenhaus eröffnen soll und durch die Hilfe von Volunteers und einigen Arbeitern die Arbeit erledigt wird, währenddessen streckt er uns Säcke mit Hühnerkacke hin. Da wir anscheinend doch etwas verwirrt aussehen erklären sie uns zum glück noch was uns erwartet, wir sollen die Hühnerkacke als Dünger benutzen und unter jedes Pflänzchen eine Hand voll werfen. Ich erspare euch das Bild, wie wir nach 5 Stunden Hühnerkacke verteilen aussahen, nachdem es mich auch noch über nen Stock gehauen hat und mit Blätter auf den Fuß gedrückt wurden, damit es aufhört zu bluten.

Trotzdem muss ich sagen dass es wirklich ein sehr tolles Projekt ist und ich auf jeden Fall wiederkommen möchte, wenn es fertig ist! Das childrens village ist nicht wie ein tyisches Waisenhaus aufgebaut ist, sondern die Kinder sollen zu dritt mit einer „Erstzmama“ in den Häusern leben und die Schule im nächsten Dorf besuchen. Wenn also genug Spenden gesammelt wurden, können die ersten Kinder im Juni 2013 einziehen.

Tag 115 in Ghana ist auch schon fast vorbei, Matthias und ich haben heute versucht mein lieblings ghanaisches Essen nachzukochen, beans mit gari und palm oil. Das Ergebnis war ok, wir brauchen aber noch ein bisschen Übung 🙂

Liebe Grüße, ihr fehlt mir

:)

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Enten an den Wänden und Rastas aufm Kopf

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Enten an den Wänden und Rastas aufm Kopf

Ist jetzt schon ein bisschen länger her, dass ich mich zu Wort gemeldet habe. Dafür gibts heute einen ausführlichen Bericht, zumindest so lange wie ich motiviert bin zu schreiben 🙂

Fast ist die Hälfte der Zeit um und ja, langsam bekomme ich Panik, dass mir meine restliche Zeit nicht reicht. Die letzten Wochen ist einfach so viel passiert und es gibt trotzdem noch genügend was ich sehen und erleben möchte!

Inzwischen sind meine Essensgelüste so gestiegen, dass ich mir letztens erstmal nen Chickenburger gegönnt habe, nur weil da eine Scheibe Käse drauf war. Auch wenn er trocken war und mir definitiv nicht geschmeckt hat, hab ich seitdem mehrere in Accra gegessen, ich bin eine schlechte Vegetarierin aber ich habs nicht mehr ausgehalten.. Und es ist fast unmöglich hier auf Fleisch zu verzichten, auch wenn einem immer gesagt wir, dass da natürlich kein Fleisch oder Fisch drin ist. Nachdem ich aber mehrere Fischköpfe oder undefinierbare Fleischstücke in meinem Essen gefunden habe, gebe ich es auf und esse drum herum.

Über den Kindergarten kann ich gerade nicht viel sagen, die letzten 3 Wochen waren Ferien, die Erzieher haben mir nach einem kleinen Unfall meine Haut mit ner Bastelschere abgeschnitten (keine Sorge, DANACH wurde sie desinfiziert) und seit 2 Tagen stehe ich vor geschlossenen Türen, obwohl der Unterricht schon gestern anfangen sollte! Ghanaische Arbeitsweise.. Aber anscheinend haben wir endlich fliessend Wasser, die zu großen Rohre wurden die letzte Woche durch kleinere ersetzt, was bedeuten würde, dass wir die Kleinen endlich waschen können und ich mal im Kindergarten aufs Klo kann! Ich glaube es aber erst, wenn ich es selber gesehen habe! Inzwischen haben wir auch eine dicke Ente und eine kleine dicke Eule an den Wänden, die Kinder freuen sich und es wird bunter 🙂 Bilder kommen noch wenn ich es geschafft habe, alles fertig zu malen, dafür muss der KG aber erstmal öffnen.

Unsere Klasse hat sich auch vergrößert, wir haben jetzt ungefähr 40 Schüler, was definitiv zu viele sind! Ein Klassenraum steht noch leer und ich verstehe nicht, warum der nicht genutzt wird, wir sind 7 Lehrer für 3 Klassen, eine 4. würde vieles erleichtern! Erschreckend war auch zu sehen, wie viele Eltern am Ende vom letzten Term die „Kindergartengebühren“ in Form von einer Packung Kreide (50 Cent), einer Klorolle (25 Cent) und einem Desinfektionsmittel (nochmal 50 Cent) nicht bezahlen konnten und ihre Kinder mit leeren Händen in den Kindergarten geschickt haben. Und das obwohl beide Elternteile arbeiten, meistens auch noch rund um die Uhr oder der Vater wegzieht um mehr Geld zu verdienen. Da manche Familien aber zu viele Kinder haben und diese nur sehr schwer versorgen können, bleibt die Bildung leider auf der Strecke. Ohne Kindergeld oder sonstigen finanziellen Unterstützungen bleibt alles an den Eltern hängen.

In der Senior High school fanden kurz vor den Ferien die Deutschtests statt. Nach zahlreichen Schummelversuchen mit Blättertauschen, versteckten Büchern und Unterhaltungen in Twi, halten trotzdem noch viele Eisbär Knut für unsere Bundeskanzlerin und ihren „roommate“ bezeichnen sie als Raummatte. Und auch wenn viele im Test nicht gut abgeschnitten haben (was vielleicht auch daran lag, dass wir manche Schüler zum ersten mal gesehen haben. Ich frage mich, was sie die letzten 2 Monate gemacht haben), gibt es auch einige bei denen man merkt, dass sie sich wirklich Mühe gegeben haben, was sich auch gelohnt hat!

Karfreitag haben dann unsere Ferien angefangen und wir sind über das Osterwochenende nach Kokrobite an den Strand gefahren, uns am ersten Tag gleich einen schönen Sonnenbrand geholt und die restliche Zeit im Schatten verbracht! Mit Bleistift angemalte Eier und Schokocookies gabs auch, Collins (Ghanaer) war aber sehr irritiert als wir ihm gesagt haben, er muss seine Geschenke jetzt suchen. Nach 2 Tagen in Kumasi gings dann auch schon wieder los in den Norden, Affen füttern, den heiligen Hein besichtigen, bei den Kintampo falls schwimmen. Von Tamale gings dann in den Mole Park, wir hatten Glück und sahen 11 Elefanten, Antilopen, Krokodile, „Pumba“ und viele andere Tiere auf unserer Safari zu Fuß und aufm Jeep. Nach 2 Tagen hatten wir alles gesehen und über Bolgatanga gings nach Paga, auf Krokodile setzen bis hin zur Grenze von Burkina Faso, wo wir auch kurz rübergelaufen sind um Fotos zu machen. Nach über 10 Stunden heimfahrt ohne Klima oder wenigstens Ventilatoren (wir dachten oft, bei der nächsten Vollbremsung schwimmen wir einfach vom Sitz) und meiner halben Vergiftung durch die Cashewschale und ihr toxisches Öl, sind wir endlich wieder in Kumasi angekommen, um gleich danach wieder nach Accra zu fahren. Über Accra gibts nicht viel zu sagen, außer dass es die entspannendsten Tage seit langem waren! Wir durften netterweise in dem Haus einer Bekannten übernachten und nachdem man eher Bettwanzen, Stromausfall und Eimerdusche erwartet, war es wie im Paradies und wir haben es sehr genossen!

Langsam komme ich auch schon zum Ende, Hannah und ich haben uns gestern in einer spontanen Aktion Rastas flechten lassen, wenn man hier wohnt muss man es wenigstens einmal gemacht haben 🙂 Nach 2.5 Stunden Höllenschmerzen war es endlich fertig, das Ergebnis ist gar nicht soooo schlimm wie erwartet aber 2 Packungen Extensions sind schwer.

Das wars erstmal von meiner Seite, so wie es aussieht hab ich heute wieder frei also such ich mir mal eine Beschäftigung, irgendjemand wird schon Hilfe brauchen.

Ganz ganz liebe Grüße!!

 

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So jetzt ist es schon über 3 Wochen her, dass ich deutschen Boden unter den Füßen hatte und wenn ich bedenke, dass ich schon 1/6 meiner Zeit hier bin, verging der letzte Monat echt schnell! Sehr viel ist seit meinem letzten Post zwar nicht passiert aber ein paar Kleinigkeiten gibt es trotzdem zu berichten.

Die Sache mit dem Haustier zum Beispiel erweist sich leider als schwerer als erwartet. Die Idee mit dem kleinen Affen an der Leine hab ich jetzt verworfen, worüber wahrscheinlich viele froh sind (ja ich hab eingesehen dass es wohl Tierquälerei ist und wenn die kleinen Kinder in meinen Haaren rumwuscheln und auf mir rumklettern reicht mir das vollkommen). Aber auch kleine Babykatzen sind schwerer zu fangen als gedacht. Anscheinend stehen sie nicht darauf, wenn man Nudeln oder fried jam nach ihnen wirft und es interessiert sie auch relativ wenig wenn man 2 Stunden bei 40° mit nem Fischkopf vor ihnen aufm Boden liegt. Aber ich geb nicht auf, schließlich kann ich noch über 5 Monate mit Fischköpfen rumliegen.

Im Kindergarten gibt’s eigentlich nicht viel neues, die Kinder verstehen mich meistens immernoch nicht (oder wollen es nicht) und mit meinen Paar Wörtern Twi komme ich auch nicht weit. Aber ich freue mich trotzdem jeden Tag über Kleinigkeiten. Als ich zum Beispiel darum gebeten habe, die Kinder wenigstens nicht mehr auf den Kopf zu schlagen, mussten ein Paar zwar ihre Pause kniend im Klassenzimmer verbringen (nachdem sie unsere gerade gepflanzten Pflanzen wieder herausgerissen haben..) aber damit kann ich umgehen. Weitere kleine Zwischenfälle, was vor allem die Toilettensituation im Kindergarten betrifft, erspare ich euch lieber. Es ist nur klar, dass hier dringend fließend Wasser benötigt wird..

Hinter die Tricks der Kleinen komm ich auch langsam. Letztes mal war ich mir auch sicher, dass ich jemandem schon Kreide gegeben habe. Natürlich bekommt er aber noch eins, wenn ich beim Durchsuchen nichts finde. Die Reaktion darauf war allgemeines Lachen, während er 2 Kreidestücke ausspuckt und wegrennt.

Trotzdem muss ich sagen dass ich schon einige sehr gerne hab (vielleicht auch wegen solcher kleinen Aktionen) und auch glücklich bin, noch viel Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen und alleine Unterrichten klappt im Kindergarten trotz mancher Verständigungsprobleme sehr gut! In der Senior High school schreiben wir dafür nächste Woche unseren ersten Test und ich bin schon gespannt wie der ausfallen wird!

Eine kleine Geschichte noch zum Schluss, dann hör ich auch schon wieder auf. Heute wurde ich nämlich zum ersten mal beklaut, als mir im Trotro meine Einkaufstüte vom Schoß gerissen wurde. Und auch wenn nur meine „laughing cow“ Eckerlkäs Tüte weggekommen ist, hätte ich ihm in dem Moment wahrscheinlich lieber mein Handy hinterher geworfen (Käse ist hier eher Mangelware..). Also geht’s morgen nochmal los, 45 Minuten alleine für den Hinweg. Wenn mir mal jemand in München gesagt hätte, dass ich eineinhalb Stunden für Schmelzkäse fahren würde, hätte ich ihm nen Vogel gezeigt. Also gibt’s heute Abend nur Kekse, dieses mal aber ohne Ameisen! Man lernt dazu, wenn eine Woche davor der letzte deutsche Keks von Ameisen übersät vor einem liegt, weil man vergessen hat, ihn in die Gefriertruhe zu legen (mein Kühlschrank besteht eher aus einer großen Gefriertruhe und da ich nicht so handwerklich geschickt bin das zu reparieren, verzichte ich lieber ab und zu auf mein Frühstück, da ich mit meinem gefrorenen Obst eher den Schmelzkäsedieb erschlagen könnte). Und auch wenn es schwer verständlich ist dass ich schon nach 2 Wochen deutsches Essen vermisst habe, in diesem Moment hatte ich Hunger und die Ameisen waren klein.

Das wars jetzt für heute von meiner Seite, liebe Grüße nach München und ihr wisst ihr fehlt mir ❤